Alle lieben den kleinen IgelIgel-Experte zu Gast bei den Kindern der Irena-Sendler-Schule Stockheim STOCKHEIM Einen außergewöhnlichen Gast hatten kürzlich die Kinder der schulvorbereitenden Einrichtung (SVE) der Außenstelle der Irena-Sendler-Schule in Stockheim - einen Igel. Die Mädchen und Jungen wollten dann von Jürgen Balzer, der den kleinen stachligen Freund mitgebracht hatte, auch gleich alles über ihren Besucher wissen. Der kleine Igel ist einer von 15, die derzeit von Jürgen Balzer und seiner Frau Sylvia vom Verein „Igel-Hilfe Rhön" in ihrer Igelstation in Hermannsfeld aufgepäppelt werden. „Wir pflegen kranke und verletzte Igel und die, die keine Mutter mehr haben, um sie, wenn sie stark genug sind, wieder in die Freiheit zu entlassen", erklärte Jürgen Balzer eingangs seinen jungen Zuhörern. Diese rutschten ganz aufgeregt auf ihren Stühlchen hin und her, weil sie Balzers Schützling unbedingt näher kennenlernen wollten - hatten einige von ihnen tatsächlich noch keinen echten Igel gesehen. Von dem Igelkenner konnten die Kids allerlei Wissenswertes über die possierlichen Tiere lernen, so zum Beispiel, dass eine Igelmutter in der Regel fünf bis acht Junge bekommt, ein neuge-borener Igel ungefähr so viel wiegt wie sechs Gummibärchen und ein erwachsener Igel etwa so viel wie ein Laib Brot. Igel können sieben bis acht Jahre alt werden, ganz schnell laufen und fressen am liebsten Insekten. Im Herbst brauchen die Igel, viel Nahrung, um genug Vorrat für den Winterschlaf zu haben. Mindestens 500 Gramm Gewicht muss ein Igel haben, um gut über die kalten Monate aufschichtet, in den sich die Igel dann über die kalten Monate einkuscheln können. Jürgen Balzer nahm den Igel be-hutsam in die Hand, damit die Kinder ihn aus der Nähe betrachten konnten. Vorsichtig durften sie den kleinen Stachel-heimer dann auch mal streicheln, und das ließ der sich auch geduldig gefallen. „Igel sind aber keine Haus- und Kuscheltiere", machte der Igelfreund klar. Die Kinder hatten sichtlich ihre Freude an dem kleinen Gast. Weil Igel ja so gerne Katzenfutter fressen, gaben sie Jürgen Balzer zum Abschied noch einige Dosen für seine Igel-Station mit. *• Mehr Information unter www.igel-schutz.de zu kommen. Da ist es manchmal auch gut, wenn man im Gärten ein Schälchen mit Essbarem für sie bereitstellt - „man muss aber ganz vorsichtig sein, was man ihnen futtert", so der Igel-Experte, der erklärte, dass Obst und Gemüse nicht zum Nahrungsspektrum der Igel zählen und man ihnen keinesfalls Milch hinstellen dürfe. „Das vertragen sie nicht, davon kön-' nen sie sogar sterben", so der Igelfreund. „Igel mögen Katzen-rutter - eine halbe Dose kann ein Igel jetzt am Tag verdrücken", wusste er zu berichten. Doch schon bald geht es für die kleinen Tiere ins Winterquartier. Auch hier kann der Mensch helfen, zum Beispiel, indem er in einer ruhigen Ecke im Garten einen Reisig- oder Laubhaufen aus: markt am Sonntag. 23. Oktober 2011
|